Homöopathie & Bowen-Therapie in Berlin

Nachfolgend finden Sie eine ausführliche homöopathische Haus - und Reiseapotheke von Monika Müller-Amenitsch, MSc Integrated Healthcare, Heilpraktikerin, aus Berlin. Homöopathische Hilfe bei Prellungen, Verstauchungen, Blutergüssen, Schnitt –, Stich - und Risswunden, Verbrennungen, Insektenstichen, Flugangst, Reiseübelkeit, Verstopfung auf Reisen, Sonnenbrand, etc. Bei schweren Verletzungen muss natürlich immer der Notarzt gerufen werden (112). Doch bis dieser dann kommt, kann man mit Homöopathie oder anderen kleinen Maßnahmen dem Patienten Erleichterung verschaffen.

Bei nachfolgenden Beschreibungen werden die homöopathischen Medikamente in der C30 (Globuli) verabreicht. Davon nimmt man 3 Globuli in den Mund und lässt sie auf der Zunge zergehen. In akuten Situationen spürt man, wenn die Arzneimittelwahl richtig war, innerhalb weniger Minuten eine Erleichterung. Wenn die Wirkung des Medikamentes nachlässt, kann man wiederum 3 Globuli in Wasser auflösen und einen Schluck davon nehmen. Dies sollte aber nur geschehen, wenn die Schmerzen, das Unwohlsein, etc. nach vorausgehender Besserung wieder schlechter werden. 


Arnika C30 (Bergwohlverleih) ist das wichtigste Mittel nach Verletzungen jeder Art!

Haupteinsatzgebiet: Folgen von stumpfen Verletzungen, Prellungen, Schlägen. Es ist das erste Mittel bei Hämatomen, Entzündungen und Schwellungen nach Schlag, Stoß und Prellung.
Es hilft dem Patienten, den ersten Schreck oder Schock nach Prellungen, Blutergüssen, Verbrennungen, Blutungen, Stürzen zu überwinden. Schocks entstehen in den meisten Fällen durch Blutverlust, treten aber auch reflektorisch als Folge eines Schrecks oder starker Schmerzen auf. Arnika nimmt den Verletzungsschmerz und ist in der Lage, innere und äußere Blutungen zu stillen. Es fördert die Wundheilung und verhindert im Vorfeld starke Schwellungen und Blutergüsse. Es ist auch sehr hilfreich, wenn man sich z.B. beim Sport überanstrengt hat, wenn man zuviel trainiert hat und der Körper sich wie zerschlagen anfühlt.

Homöopathen denken an Arnika, wenn ein Patient über Beschwerden klagt, die seit einer Verletzung existieren. Dabei kann die Verletzung auch Monate bis Jahre zurückliegen.

Arnika-Essenz oder Arnika-Salbe nie in offene Wunden bringen!

Typisch für einen Arnika-Patienten ist, dass er sehr ruhelos ist und dauernd die Lage wechselt. Er lehnt Hilfe ab und möchte nicht berührt werden. Er denkt, dass ihm nichts fehle, obwohl sein Zustand ernst ist. Arnika ist das 1. Verletzungsmittel, auch wenn og. Symptome nicht zutreffen! Man sollte es eigentlich immer dabei haben.



Ein weiteres wichtiges SCHOCKMITTEL ist ACONITUM C30 (Sturmhut)
Menschen, die Aconit brauchen, haben im Schockzustand panische Angst zu sterben. Der Patient ist hellwach, ruhelos und möchte sich immer aufrichten. Aconit ist auch ein sehr wichtiges Medikament für Menschen, die einen Unfall beobachtet haben und dadurch in einen Schockzustand geraten sind.

Schläge aufs Auge (blaues Auge):
Erstes Mittel: Arnika C30.
Bei sehr großen Blutergüssen mit Ledum C30 (Sumpfporst) fortfahren.
Wenn heftige Schmerzen des Augapfels bestehen, nach Arnika mit Symphytum C 30 (Beinwell) fortfahren.


Allgemeine Maßnahmen bei Wunden und Blutungen neben Arnika:

Starke arterielle, also hellrote Blutungen, sofort abbinden (Druckverband) und den Notarzt benachrichtigen + sofort Arnika C30 geben!

Wunden mit dunklem, also venösem Blut, ausbluten lassen. Falls kein Blut kommt, um die Wunde herum eine leichte Druckmassage vornehmen bis es blutet, um Vergiftungen zu vermeiden!

Danach die Wunde reinigen: In 1 Tasse mit lauwarmem Wasser 5 Tropfen Calendula-Urtinktur (Ringelblume) von der DHU oder einer anderen Firma hinzufügen. Fremdkörper vorher entfernen! Die Reinigung erfolgt mit einem Baumwolltuch von Innen nach Außen.
Calendula-Urtinktur stillt auch Blutungen und man kann sie unverdünnt direkt auf die Blutung aufträufeln. Außerdem desinfiziert sie!

Durch die Calendula-Urtinktur werden Infektionen verhindert, die Wundheilung angeregt und die Narbenbildung wesentlich verringert.

Wenn die Blutung der Wunde schwächer wird, sollte man aufhören, die letzten herausquellenden  Blutstropfen abzuwischen. Das Blut kann so schneller gerinnen. Es bildet sich Schorf über der Wunde, der ein Schutz gegen Verunreinigung ist. Er sollte nicht abgerissen werden. Er fällt von alleine ab, wenn sich darunter frisches Gewebe gebildet hat. Zupft man Schorfe immer wieder ab, verstärkt das die Narbenbildung. Ein Verband oder Pflaster sollte nur bei größeren Wunden angebracht werden.

Calendula homöopathisch (also hier in der C30) ist auch ein sehr wichtiges Mittel bei jeglicher Art von RISSWUNDEN. Risswunden können z.B. beim Zahnarzt nach einer Zahnextraktion entstehen, aber auch durch Bisse von Tieren (wenn gerissen wurde) oder bei der Geburt (Dammriss). Es verhindert und heilt Eiterungen, ist aber auch das Mittel der Wahl bei alten eiternden Wunden.

Generell kann man sagen, dass die Homöopathie die Wundheilung fördert, Infektionen verhindert und schmerzstillend wirkt.



Das Mittel bei SCHNITTWUNDEN heißt Staphysagria C30 (Rittersporn). Dieses Medikament kommt zur Anwendung, wenn Schnittwunden von sehr scharfen Instrumenten herrühren (chirurgische Werkzeuge, Rasiermesser, Scherben, Messer allgemein, etc.). Auch hier nimmt das Medikament den Schmerz, fördert die Wundheilung und reduziert die Narbenbildung.


Bei STICHVERLETZUNGEN ist Ledum C30 (Sumpfporst) das Mittel der Wahl. Es kommt zur Anwendung bei Stichverletzungen, die von Insekten, Spritzen, Dolchen, Messern, Hunden – und Katzenbissen (Eckzähne) herrühren, sowie bei Stichwunden durch in die Fußsohle eingetretene Nägel.
Nach einem Zeckenbiss die Zecke mit einer Zeckenzange entfernen und Ledum C30 einnehmen!

Ein typisches Begleitsymptom der Stichwunden die Ledum benötigen ist ein Kältegefühl der verletzten Teile, Verschlechterung durch lokale Wärme und Erleichterung durch lokale Kälteanwendung.

Ledum C 30ist auch das Medikament der Wahl für alte Blutergüsse, die eine grünliche bis schwarze Farbe haben.


Entsteht in den og. Wunden allerdings ein aufwärtsschiessender Schmerz entlang der Nervenbahn, ist HYPERICUM C30(Johanniskraut) das Mittel der Wahl. Hypericum ist auch das Mittel nach Stürzen auf die Wirbelsäule, insb. nach Verletzungen des Steißbeines. Typisch sind auch hier Schmerzen entlang der Nervenbahn (Schmerzverlauf wie ein Faden).
Hypericum ist überhaupt das Mittel bei Verletzungen von nervenreichem Gewebe! Z.B. bei Quetschungen/Verletzungen der Fingerspitzen, bei abgerissenen Nägeln, Schmerzen nach Zahnextraktionen, wenn sie entlang der Nervenbahn verlaufen. Es wird auch bei Haarausfall nach Verletzungen eingesetzt.

Treten nach einer Zahnextraktion starke Blutungen auf, kann man wieder an Arnika C30denken.
Ebenso kann man Arnika auch neben den genannten Mitteln einsetzen, wenn nach Schnitt-, Stich- oder Risswunden ein Schock besteht. Wenn aber der Schock mit panischer Angst zu sterben und einer extremen Ruhelosigkeit verbunden ist, denke man an Aconit C30!
Dann gibt man die Mittel nacheinander und keinesfalls gleichzeitig!


INSEKTENSTICHE:

Mücken – und Bremsenstiche, die heftig jucken oder brennen: LEDUM C30.

Aber auch frische Zwiebelscheiben, die man auf einen Insektenstich auflegt, können diesen beruhigen. Man kann Insektenstiche auch befeuchten und danach mit Kochsalz betupfen.

Um Insektenstiche im Vorfeld zu vermeiden, kann man sich mit Nelken – oder Lavendelöl einreiben. Der starke Geruch wird die Tierchen abschrecken.

Bei Bienenstichen entfernt man zusätzlich den Stachel mit einer Pinzette.
Falls die Beschwerden durch og. Maßnahmen nicht erleichtert werden können, Apis C30 (die Honigbiene) einnehmen, insb. dann wenn die Einstichstelle brennt, juckt und rasch anschwillt und die ödematös aussieht, sich heiß anfühlt und kalte Anwendungen erleichtern.

Eine chronische Neigung, von Insekten permanent gestochen zu werden, kann homöopathisch behandelt werden. Sicher haben sie schon bemerkt, dass nicht alle Menschen gleichermaßen von Insekten gebissen werden. Dies ist wieder etwas charakteristisches oder typisches für einen Menschen und erfordert eine konstitutionelle Behandlung.  
Aber Ledum C30 läßt sich auch zur Vorbeugung übermäßig starker Reaktionen auf Insektenstiche einsetzen!   


Was sich ebenfalls nach Hautirritationen durch Insektenstiche oder Verbrennungen bewährt hat, ist die Bach Rescue-Remedy Salbe. Sie ist in Apotheken erhältlich. Von Bach gibt es auch die Rescue-Remedy Tropfen zur innerlichen Anwendung. Sie helfen auch hervorragend bei Schocks, Angst – und Panikzuständen. Ich persönlich habe die Rescue-Tropfen und die Rescue-Salbe immer im Urlaub dabei.


Rhus toxicodendron C30 (Giftsumach) als Sehnen - Spezifikum nach Umknicken, Verrenkungen, Zerrungen, Verstauchungen. Die Symptome werden verschlechtert durch Ruhe, Begleitsymptom: Unruhe beim Liegen, Wärme verbessert, bei den ersten Bewegungen klagt der Betroffene über sog. Anfangsschmerzen, die sich dann durch anhaltende Bewegung wieder bessern. Durch zuviel Bewegung treten die Schmerzen allerdings wieder auf.



Verbrennungen:

Äußerliche Maßnahmen:
Gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip lokal mit Wärme behandeln! (also warmes Wasser über die verbrannte Stelle laufen lassen!)

Obstessig unverdünnt auftragen wegen der schmerzstillenden Wirkung!

Cantharis-Urtinktur (Spanische Fliege) – davon einige Tropfen in Wasser geben und äußerlich auftragen!

Bei offenen Verbrennungen: Eine Mullbinde verbrennen – die Asche mit Olivenöl vermischen, den Brei auftragen und warten, bis er wieder von alleine abfällt. Die darunter liegende Haut kann sich regenerieren!



Innerliche Maßnahmen bei Verbrennungen:

Cantharis homöopathisch (also in der C30) verhindert die Blasenbildung und mindert den Schmerz – es hilft auch bei großen brennenden Blasen.

Hamamelis C30 (Virginische Zaubernuß) bei Verbrennungen von Zunge und Lippen durch zu heiße Speisen und Getränke.

Arsenicum album C30 (Weißes Arsenik) bei brennenden Schmerzen, die durch lokale Hitze erleichtert werden, Verbrennungen mit brennenden Bläschen.

Rhus toxicodendron C 30 bei Verbrennungen mit juckenden Bläschen.


Mittel für die homöopathische Hausapotheke besorgt man sich am besten in 2g-Röhrchen. Diese sind erhältlich in der Zieten-Apotheke, Grossbeerenstr. 11, 10963 Berlin-Kreuzberg, Tel. 5471690.

Medikamente für die Hausapotheke in der C30:
Arnika, Aconit, Ledum, Symphytum, Calendula, Staphysagria, Hypericum, Apis, Rhus toxicodendron, Cantharis, Hamamelis, Arsenicum album.

Außerdem:
Calendula- Urtinktur, Cantharis-Urtinktur, Lavendel – oder Nelkenöl, Bach Rescue Remedy – Salbe und Bach Rescue Remedy – Tropfen.
Obstessig, Olivenöl, Mullbinden.




Weiterführende Literatur:

„Erste Hilfe durch Homöopathie“ v. Dr. Manuel Mateu I Ratera, EOS-Verlag

„Homöopathische Behandlung v. Verletzungen“ v. Stefan Reis, Dynamis-Verlag

„Homöopathischer Ratgeber“ v. Ravi Roy & Carola Lage-Roy





Die Homöopathische Reiseapotheke

von Monika Müller-Amenitsch, Heilpraktikerin, Kosleckweg 6, 12109 Berlin, Tel. 70131057, www.natural-homeopathic.de


Auch die in der homöopathischen Hausapotheke besprochenen Medikamente sollten mitgenommen werden, wenn Sie verreisen!

Anfangen möchte ich mit dem Beginn einer Reise. Um ans Urlaubsziel zu gelangen, fahren wir mit dem Auto, mit der Bahn, oder fliegen mit dem Flugzeug. Hier beginnen schon für viele die Probleme.



Was kann ich tun bei Flugangst?

Hat jemand panische Angst mit Todesfurcht vor dem Fliegen kombiniert mit extremer Unruhe, ist Aconit C30 das Mittel der Wahl. Es sollte 2 Stunden vor dem Flug eingenommen werden. Auch hier kann man bei Zuständen von Angst und Übererregung Rescue Remedy Tropfen von Bach einnehmen.

Wenn jemand Angst vor dem Fliegen hat, weil es eine unbekannte Unternehmung ist verbunden mit Platz – und Höhenangst, kann man Argentum nitricum C30(Silbernitrat) 4 Stunden vor dem Flug einnehmen. Personen, die dieses Mittel brauchen, haben Furcht bei Eingeschlossensein in engen Räumen und leiden vor lauter Nervosität zusätzlich an Durchfall. Argentum nitricum ist auch ein ganz wichtiges Prüfungsangstmittel. Dieses Mittel kann natürlich auch bei Reisen mit der Bahn oder mit dem Auto genommen werden, wenn die erwähnte Symptomatik auftritt.

Reiseübelkeit

Nun haben wir die Flugangst überwunden. Der Reisende ist unterwegs und leidet an Reiseübelkeit. Hier ist es ganz wichtig zu schauen, wie diese Übelkeit aussieht, denn in der Homöopathie werden Medikamente gemäß der Symptome der Patienten und nicht gemäß der Krankheit verabreicht. Allgemeine Symptome bei Reiseübelkeit sind Blässe, Schwindel, Schweißausbruch, Leibschmerzen, Übelkeit und Speichelfluss.

Generell ist es wichtig vor Reiseantritt und während der Reise auf schwere oder fette Mahlzeiten zu verzichten. Außerdem sollte man immer genug Wasser bei sich haben.

Ich persönlich habe früher beim Fliegen eine Flasche Wasser mitgenommen, denn die Luft im Flugzeug ist durch die Klimaanlage extrem trocken (leider ist es momentan nicht mehr möglich, größere Mengen an Flüssigkeit mit ins Flugzeug mitzunehmen!). Es ist auch wichtig, bei Reisen mit dem Flugzeug, mit der Bahn oder mit dem Auto auf regelmäßige Bewegung zu achten. In größeren Flugzeugen und in der Bahn kann man umhergehen. Bei Reisen mit dem Auto sollte auf regelmäßige Pausen, in denen man umhergehen kann, geachtet werden.

Cocculus C30 (Kockelsamen) ist ein wichtiges Medikament bei Reiseübelkeit (Flugzeug, Auto, Schiff), wenn die Übelkeit bei jeder Bewegung stärker wird, Bewegungen also unerträglich sind, und der Kranke das Bedürfnis hat, sich flach hinzulegen. Die Übelkeit wird auch bei Bewegungen, die der Kranke selbst macht, schlimmer. Begleitsymptome sind große Schwäche, Schwindel, und das Gefühl, als ob Körperteile eingeschlafen wären. Der Kranke übergibt sich in einem großen Schwall.

In den Cocculus-Zustand gerät man durch extreme Übermüdung, bzw. durch Schlafmangel. Sie können also an dieses Mittel denken, wenn Sie vor der Reise viel Stress hatten und zuwenig geschlafen haben und og. Symptome aufweisen.

Tabacum C30(Tabak)
Reiseübelkeit mit Verlangen nach frischer Luft und dem Bedürfnis umherzugehen. Der Kranke hat eiskalten Schweiß und ist extrem blass. Es wird krampfhaft erbrochen.


Petroleum C30(Steinöl)
Hier ist der Kranke extrem überempfindlich gegen Benzingeruch und verlangt nach warmer Luft. Übelkeit mit Zusammenlaufen von Wasser im Mund und mühsamem Erbrechen.

Wenn Sie nun wissen, dass Sie auf Reisen wie Cocculus, Tabacum oder Petroleum reagieren, können Sie das jeweilige Medikament 6 Std. vor Reiseantritt prophylaktisch einnehmen. Natürlich können die Mittel auch akut genommen werden.


Magenverstimmung/Durchfall

Ist man nun am Urlaubsziel angelangt, wird man mit einem anderen Klima und anderen Speisen konfrontiert. Bei z.B. Asienreisen haben wir es mit völlig anderen Bakterienkulturen zu tun. Wenn wir sowieso einen schwachen Magen oder Darm haben, reagieren wir im Urlaub oftmals mit Magenverstimmung, Durchfall und/oder Verstopfung.

Bei Fernreisen ist es generell wichtig, kein Wasser aus dem Wasserhahn zu trinken. Man sollte das Wasser aus Wasserflaschen trinken und auch beim Zähneputzen abgefülltes Wasser verwenden. Speiseeis und Eiswürfel sollten gemieden werden. Obst sollte man mit abgefülltem Wasser waschen. Bei Reisen nach Asien sollte man gekochte Speisen bevorzugen und in Restaurants Rohkost meiden (Wasser!). Durch unreines, infiziertes Wasser oder infizierte Lebensmittel kann man Krankheiten wie Cholera (extremer Durchfall, Erbrechen bis zur Austrocknung), Hepatitis A, Ruhr (blutig-schleimige Durchfälle) bekommen. Außerdem ist es immer besser, auf sehr fettige Speisen zu verzichten.


Pulsatilla C30 (Küchenschelle) ist z.B. ein Mittel, das eine Magenverstimmung mit Übelkeit und wässrigem Durchfall nach zu viel fetten, öligen Speisen, bzw. nach zuviel Durcheinanderessen (Fettes, Süsses, Gebratenes, Sahnetorten) aufweist. Der Kranke hat das Gefühl von Schwere im Magen wie von einem Stein. Er verlangt nach frischer Luft und ist oft weinerlich.

Entwickelt man eine Übelkeit, Erbrechen und Durchfall nach dem Genuss von Speiseeis, Eiswürfeln, wässrigem Obst wie Melonen, ist Arsenicum album C30 (weißes Arsenik) das Mittel der Wahl. Dieses Mittel ist auch ganz wichtig bei Vergiftungen nach dem Genuss von tierischem Eiweiß wie Fleisch oder Fisch. Menschen, die dieses Mittel brauchen, entwickeln eine große Schwäche, brennende Schmerzen im Magen mit dem Verlangen nach warmen (!) Getränken. Zusätzlich sind diese Menschen sehr ängstlich und unruhig.

Pulsatilla und Arsenicum album sind die Medikamente, die ich in Indien bei Übelkeit sehr oft einsetze. Nimmt man sie, wenn die ersten Symptome auftreten, kann man die Infektion aufhalten.



Helfen og. Mittel nicht und besteht Übelkeit mit heftigem Erbrechen und reichlichem Durchfall mit Verlangen nach kaltem Wasser, sauren Dingen wie z.B. Zitrone und/oder Salzigem, ist Veratrum album C30 (Weiße Nießwurz) das Mittel der Wahl!

Natürlich sollte man auch darauf achten, dass man nicht zuviel (!) isst.

Prophylaxe

Um seinen Magen im Vorfeld, also vor Reiseantritt, zu trainieren, d.h. die Produktion von Magensäure anzuregen, kann man 4 Wochen vor dem Urlaub anfangen, täglich einen Bittertee zu trinken (am besten 30 Minuten vor den Hauptmahlzeiten, ca. 20 Min. abgedeckt ziehen lassen). Bitterstoffe regen die Magendrüsen, die Leber und die Bauchspeicheldrüse an. Produzieren wir in ausreichender Menge Magensäure, kann unser Magen die Nahrung und die darin enthaltenen Bakterien besser verdauen. Bakterien, die Krankheiten wie Durchfall verursachen, sind nichts anderes als Eiweiße. Ein gut trainierter Magen tötet diese durch die Magensäure ab.


Ich empfehle folgende Mischung:

Löwenzahn          30g
Schöllkraut          20g
Thymian             30g
Engelwurz           20g
Zitronenmelisse    30g


Reiseverstopfung

Allgemeine Maßnahmen:
Viel Wasser trinken, morgens als erstes auf nüchternen Magen heißes Wasser trinken (30 Min. vor dem Frühstück). Viel ballaststoffreiche Kost zu sich nehmen, viel gegartes Gemüse essen, nicht zu fett essen, abends wenig essen, kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, nicht zuviel essen, auf ausreichend Bewegung achten. Alkohol meiden, da so die Leber belastet wird. Bauchmassage gemäss dem Darmverlauf (Uhrzeigersinn).

Leidet man an hartnäckiger Verstopfung ohne Stuhldrang, ist Opium C30 das Mittel der Wahl. Der Patient hat nicht das Gefühl, auf die Toilette zu müssen. Falls Stuhlgang erfolgt, dann in runden, harten, schwarzen Kugeln.

Nux vomica C30 (Brechnuss) hat Verstopfung mit häufigem, vergeblichem Stuhldrang. D.h., er hat das Gefühl, auf die Toilette zu müssen. Wenn er dort ist, kommt nichts.

Im Ausland kann man zusätzlich seine Galle (Fettverdauung) mit Artischockentabletten unterstützen. Trockenfrüchte, insb. ungeschwefelte Aprikosen, wirken ebenfalls einer Verstopfung entgegen.  


Vermeidung von Sonnenbrand

Ich möchte v.a. betonen, wie man einen Sonnenbrand im Urlaub vermeiden kann!  

1. Man sollte sich nicht in die Mittagssonne (UV-Strahlung am stärksten) legen

2. Am ersten Tag nur 20 bis 30 Min. Sonnenbaden (je nach Hauttyp auch mehr und an den folgenden Tagen langsam steigern.
    Zuviel Sonne bewirkt ein vorzeitiges Altern der Haut! (Faltenbildung, Dünnwerden der Haut!)

3. Um eine Sonnenallergie zu vermeiden, die i.d.R. durch die Kombination Sonnencrème und Sonne hervorgerufen wird, hypoallergene Sonnengels
    verwenden ! Sonnengels beinhalten weniger Emulgatoren ( = Mittel zur Mischung zweier eigentlich nicht mischbarer Flüssigkeiten) als Sonnen-
    crèmes. Emulgatoren und Konservierungsstoffe verursachen bei vielen Menschen in Kombination mit der Sonne eine Sonnenallergie!

Deshalb sollte man Sonnengels mit wenig Konservierungsstoffen (hypoallergen) und einem hohen Lichtschutzfaktor benutzen (Sonnengels am besten in der Apotheke oder im Reformhaus kaufen).

Sonnengels sollte man jede Stunde erneut auftragen, sowie nach jedem Schwimmen oder nach jeder körperlicher Anstrengung. UV-Strahlung durchdringt das Wasser und wird durch Reflexion an hellem Sand, Wasser oder Schnee verstärkt.

Trocknet man die Haut nach dem Schwimmen nicht ab, verstärkt das die Wirkung der UV-Strahlung. Ölige Präparate steigern die Wirkung der UV-Strahlung (ölige Präparate werden zur Intensivierung der Bräune verwendet). Einen gewissen Schutz gegen Sonnenbrand und gegen vorzeitiges Altern der Haut bietet eine Vitamin-E-haltige Crème.

Hier ein einfaches Rezept:

Unguenti emulsificantis aquosi  30 g
d-Alpha Tocopherylacetati 600 I.E.

Diese Crème sollte täglich nach dem Sonnenbaden auf alle der Sonne ausgesetzten Teile aufgetragen werden.

Falls trotzdem Sonnenbrand auftritt, kann man auf die befallenen Stellen Aloe-vera-Gel oder Naturjoghurt auftragen. Der Homöopath A. Voegeli empfiehlt wiederholtes Abwaschen mit hochprozentigem Alkohol.


Sonnenbrand kann man auch innerlich homöopathisch behandeln:

Belladonna C30 (Tollkirsche) in Wasser auflösen und über 2 Tage schluckweise trinken.




Vermeidung von Sonnenstich

-    Mütze aufsetzen
-    Ausreichende Wasser – und Salzzufuhr
Salzarme Kost ist bei sehr heißem Wetter nicht sinnvoll. Jedem Liter aufgenommener Flüssigkeit (Suppe, Tee, Wasser, Limonade) sollte ½ Teelöffel Salz hinzugefügt werden, um Salzmangel zu vermeiden. Ich empfehle hier natürliches Meersalz aus dem Reformhaus oder Bioladen, da es natürlich gebundenes Jod enthält und nicht künstlich hinzugefügtes.

-    soviel wie möglich im Schatten bleiben und nicht in der Sonne                
einschlafen.

-    in den ersten heißen Tagen starke körperliche Anstrengungen vermeiden

-    Alkohol unterlassen oder stark einschränken, da Alkohol die Entwässerung begünstigt.

-    sich nach den Mahlzeiten ausruhen (nicht an der prallen Sonne!)


Kommt es trotzdem zum Sonnenstich (heftige Kopfschmerzen, Übelkeit, Fieber, Schwindel, Ohrensausen durch unmittelbare Einwirkung der Sonnenstrahlen bes. auf den unbedeckten Kopf und Nacken), hilft Belladonna C30 schluckweise in Wasser aufgelöst, wenn die klopfenden Kopfschmerzen beim Zurückbeugen des Kopfes erleichtert werden und Glonoinum C30 (Nitroglyzerin) wenn das Zurückbeugen des Kopfes den Kopfschmerz verschlimmert. Der Betroffene, der Glonoinum benötigt, hat ein Gefühl, als ob der Kopf zerspringen würde, bzw. der Schädel platzen würde.

Zusätzlich gibt man dem Betroffenen mind. 6 Std. lang Salzwasser schluckweise zu trinken (einen gestrichenen Teelöffel Salz in einem halben Liter Wasser !!!!!!!!!! (wichtig!)   

 

Medikamente für die Reiseapotheke in der C30, 2-g-Röhrchen (zusätzlich zu den in der Hausapotheke erwähnten Mittel):

Argentum nitricum, Cocculus, Tabacum, Petroleum, Pulsatilla, Veratrum album, Opium, Nux vomica, Belladonna, Glonoinum.

Außerdem:
Og. Teemischung als Prophylaxe
Og. Vitamin-E-haltige Crème
Aloe-Vera-Gel
Sonnengel mit hohem Lichtschutzfaktor
Hochprozentiger Alkohol
Artischockentabletten
Ungeschwefelte Aprikosen


Weiterführende Literatur:
„Homöopathisches Reisehandbuch“ v. Dr. Colin B. Lessell, Knaur-Verlag


von Monika Müller-Amenitsch, MSc Integrated Healthcare, Heilpraktikerin, Kosleckweg 6, 12109 Berlin, Tel. 70131057, www.natural-homeopathic.de

Bitte beachten Sie, dass Beratungen und Behandlungen kostenpflichtig sind (siehe "Behandlungskosten"). Arzneimittelverschreibungen können nur auf der Grundlage von Behandlungen bzw. Anamnesegesprächen erfolgen.

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