Homöopathie & Bowen-Therapie in Berlin

Rheumatische Erkrankungen und ihre Behandlung mit Homöopathie von Monika Müller-Amenitsch, MSc Integrated Healthcare, Heilpraktikerin, Berlin. Können rheumatische Erkrankungen mit Homöopathie behandelt werden? Was ist Rheuma? Diese Fragen werden nachfolgend ausführlich beleuchtet.

 

Was ist Rheuma?

a)   Rheuma aus naturheilkundlicher Sicht
b)   Was ist Homöopathie?
c)   Was passiert beim Homöopathen?
d)   Eine Auswahl typischer homöopathischer Mittel bei Rheuma
e)   Bowtech/Bowen-Technik
f)    Unterstützende Maßnahmen




a)    Rheuma aus naturheilkundlicher Sicht

Definition nach Adolf Voegeli (Homöopathischer Arzt): Rheumatische Krankheiten sind alle Affektionen, die mit Schmerzen, Entzündungen und gewissen proliferativen (= Entzündungen mit Entwicklung v. Granulationsgewebe = lockeres gefäßreiches Bindegewebe) oder degenerativen Veränderungen im Bewegungsapparat oder in den Nervensträngen einhergehen, mit Ausschluss der eigentlichen massiven Infektionen.

Der Begriff „rheum“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet: „Fliessen, Strömen“. Hiervon können wir ableiten, dass bei Rheumatischen Erkrankungen der „Fluss oder Durchfluss“ gestört ist und dass es gilt, wieder ins „Fliessen“ oder „in Fluss“ zu kommen und zwar auf allen Ebenen.


Grob können Rheumatische Erkrankungen in rheumatische Gelenkerkrankungen und in die rheumatischen Leiden der einzelnen Muskelgruppen des Körpers, den sog. Muskelrheumatismus, eingeteilt werden. Ursächlich ist das Bindegewebe bei allen rheumatischen Erscheinungsformen beteiligt. Zum Bindegewebe zählen Lymphe, Schleimhäute, Synovialkapseln oder die Innenschicht der Gelenkkapseln, Sehnen, Faszien, Bänder sowie Knochen und Knorpel. Dem rheumatischen Krankheitsgeschehen geht eine Überempfindlichkeitsreaktion des Bindegewebes voraus, die u.a. endokrinologische (hormonelle), traumatische oder psychische Ursachen haben kann und/oder die folgenden:

Endogene (innere) Ursachen:
1. Angeborene Stoffwechselstörung
Beeinträchtigte Assimilationsfähigkeit des Organismus für Mineralien
und oder Salze.

2. Angeborene oder erworbene Funktionsstörungen und   
Überempfindlichkeiten gegen gewisse Toxine mit nachfolgenden    
Degenerationserscheinungen, also Nachkrankheiten nach      
Infektionskrankheiten (z.B. nach Kinderkrankheiten wie Masern, Scharlach,
nach eitrigen Anginen etc.).

3. Wechseljahre (hormonell)

4. Entzündungsherde in toten Zähnen

5. Hereditäre Disposition (gehäuft in Familien vorkommend)


Exogene (äußere) Einflüsse auf rheumatische Erkrankungen:
Äußere Einflüsse, die Intensitätsschwankungen bei Rheuma hervorrufen sind Wetter, Temperatur, Nahrung, Lebensweise, Jahreszeiten, körperliche Anstrengungen und interkurrente (dazwischentretende) Erkrankungen wie z.B. Grippe. Die Erfahrung zeigt, dass bei den meisten Rheumatikern feuchtes Wetter verschlimmert.

Es gibt aber auch Patienten, bei denen feuchtes Wetter den Rheumatismus bessert, trockenes hingegen verschlimmert (Hepar sulphuris- und Causticum-Fällen).

Auch in Bezug auf körperliche Bewegung verhalten sich Rheumatiker sehr verschieden. Es gibt Fälle, die durch die Bewegung verschlimmert werden (Bryonia, Calcium carbonicum), während andere immer nach längerer Ruhe
besonders starke Beschwerden aufweisen. Diese werden dann im Bewegungsanfang zunächst noch stärker, bessern sich aber durch fortgesetzte Bewegung (typisches Symptom v. Rhus toxicodendron).

Es gibt Fälle, die sich besonders nach Nahrungsaufnahme verschlimmern, wie Nux vomica und Kalium carbonicum. Anderen wiederum geht es besonders schlecht am Morgen nach dem Schlaf (Lachesis, Naja). Wieder andere Fälle zeigen jahreszeitliche Verschlimmerungen, wie Lachesis besonders im Frühling, mitunter auch im Herbst; Kalium bichromicum fast ausschließlich im Herbst, Petroleum im Winter, Natrium carbonicum und Fluoricum acidum im Sommer.

Verschlimmerung bei Wetterwechsel weist auf Ammonium carbonicum, Calcium carbonicum, Calcium phosphoricum (Schneefall), Dulcamara (Einbruch der herbstlichen Kühle), etc. hin. Verschlimmerung durch Wärme oder Sonne lassen u.a. an Apis, Lachesis, Ledum, Iodum denken.  


b)    Was ist Homöopathie

Homöopathie ist kein Synonym für Pflanzenheilkunde. In der Homöopathie werden verschiedene Stoffe, wie Mineralien, Metalle, Pflanzen, tierische Produkte, Tiere, Krankheitserreger aber auch menschliche Absonderungen nach einem bestimmten Verfahren aufbereitet (siehe unten).

Homöopathie geht über die Pflanzenheilkunde hinaus, wirkt schneller und tiefgreifender.

Der Begründer der Homöopathie heißt Samuel Hahnemann. Er lebte von 1755 bis 1843, war Arzt, Chemiker, Apotheker und Übersetzer. Für ihn war der Arztberuf unbefriedigend: Die damaligen Heilmethoden bestanden insb. aus Aderlässen, Schröpfen und anderen radikalen Ausleitungsverfahren. Viele Menschen starben an den Folgen dieser Maßnahmen.

Samuel Hahnemann suchte nach neuen Methoden, den Menschen zu helfen. Er hörte auf, als Arzt zu arbeiten und übersetzte u.a. verschiedene medizinische Schriften, um sich und seine Familie ernähren zu können. Bei der Übersetzung des Apothekerarzneibuches von Cullen machte er seine erste Entdeckung:

Er stellte 1790 fest, dass Chinarinde, die bei Malaria heilend wirkt, bei der Einnahme vom Gesunden (von ihm selbst) malariaartige Symptome produziert.



Schlussfolgerung:
Chinarinde hilft bei Malaria, da sie beim Gesunden Malariasymptome hervorruft – sie heilt also mitsinnig oder ähnlich und nicht gegen (=allos), wie es unsere konventionelle Medizin (Allopathie) tut.

Das Ähnlichkeitsgesetz war entdeckt!

Der Begriff Homöopathie besteht aus den Wörtern „homoios“ = „ähnlich“ und „Pathos“ = „Leiden“.



Die Homöopathie ist auf 3 Säulen aufgebaut:

-    Ähnlichkeitsgesetz
-    Potenzen
-    Arzneimittelprüfung am Menschen/keine Tierversuche


Hahnemann machte weitere Versuche an sich selbst, in der Familie, an Kollegen. Er arbeitete anfänglich mit unverdünnten Stoffen, verbuchte zwar gute Erfolge, produzierte aber auch Verschlimmerungen und Vergiftungen. Deshalb fing er an, Arzneistoffe zu verdünnen. Doch diese zeigten keine Heilwirkung mehr.

Daraufhin hatte er die Idee, verdünnte Substanzen zu verschütteln, bzw. zu Potenzieren.
„Homöopathische Aufbereitung“ von Stoffen bedeutet nichts anderes, als verschiedene Substanzen in vielen aufeinander folgenden Schritten zu verdünnen und zu potenzieren durch Verschütteln oder Verreiben. Damals wie heute werden Arzneimittelprüfungen aus homöopathisch aufbereiteten Substanzen am gesunden Menschen, bzw. an freiwilligen Testpersonen durchgeführt.

Homöopathie basiert nicht auf Tierversuchen – Homöopathen gehen davon aus, dass Tierversuche nicht auf den Menschen übertragbar sind.

Homöopathie wirkt ganzheitlich, d.h. sie wirkt auf Körper, Geist und Psyche. Sie produziert keine Nebenwirkungen, ist also unschädlich für den Organismus. Es gibt rund 2000 homöopathische Arzneimittel und es werden permanent neue geprüft. Homöopathie wirkt nicht unterdrückend, sondern sie unterstützt den Körper und das Immunsystem. Wird sie richtig eingesetzt, werden die
Selbstheilungskräfte angeregt, so dass ein Heilungsprozess auf allen Ebenen zustande kommt. Sie wirkt auf allen Ebenen regulierend und ausgleichend. Sie wird bei akuten Erkrankungen, aber auch bei chronischen, ererbten Erkrankungen eingesetzt (der Weg zur Heilung ist dann natürlich länger).

Ein großer Vorteil der Homöopathie: Sie hat weder unerwünschte  Nebenwirkungen noch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten!







c)    Was passiert beim Homöopathen?

Bevor ein Homöopath/eine Homöopathin ein passendes oder ähnliches Medikament auswählen kann, werden sehr viele Informationen über den Patienten/die Patientin benötigt.

Es findet eine ausführliche Befragung statt, um herauszufinden in welcher Lebenssituation sich der Patient gerade befindet, welche Erkrankungen er früher hatte, was ihm zu schaffen macht oder machte,  wie sich seine Beschwerden genau anfühlen, wann sie auftreten, was die Schmerzen erleichtert oder verschlimmert, seit wann sie genau bestehen, wie der Patient auf verschiedene Wetterlagen reagiert, was er gerne isst, etc. Im Grunde genommen ist alles wichtig!

Der Homöopath macht sich so auf die Suche nach den charakteristischen oder individuellen Symptomen eines Patienten, denn er verabreicht dann ein individuelles, also ein zu diesem Patienten passendes Medikament.

In der Homöopathie gibt es nicht das Rheumamittel.
Durch die genaue Befragung findet der Homöopath heraus, wie sich das Rheuma bei genau diesem Patienten äußert und nur so ist er in der Lage, ein passendes oder ähnliches Medikament zu verabreichen, welches genau diese charakteristischen Symptome dieses Patienten abdeckt.



d)    eine Auswahl typischer homöopathischer Mittel bei Rheuma

Bryonia (Weisse Zaunrübe)

Ein Mensch, der Bryonia braucht ist eher nüchtern und sachlich, materielle Dinge sind ihm sehr wichtig. Er hat am liebsten seine Ruhe und ist gerne alleine. Er kann auch reizbar werden und macht sich Sorgen ums Geld. Ein festgesetzter Tagesablauf ist ihm sehr wichtig und er ist sehr konventionell.

Beim akuten Gelenkrheumatismus sind seine Gelenke rot, geschwollen und heiß. Der Schmerzcharakter in den Gelenken ist insb. stechend, er kann aber auch ziehend, spannend oder reißend sein. Kalte Auflagen erleichtern die Schmerzen und lokale Wärme verschlimmert. Was ganz typisch ist: die Schmerzen sind besonders schlimm bei Bewegung und in der Ruhe sind kaum Schmerzen vorhanden. Sonderbar ist, dass leichte Berührung unerträglich ist und dass starker Druck oder Liegen auf der schmerzhaften Stelle die Schmerzen
erleichtert. Bei Schmerzen möchte der Bryonia-Patient am liebsten seine Ruhe haben. Er wird ärgerlich, wenn man ihn anspricht.    


Rhus toxicodendron (Giftsumach)

Menschen, die Rhus toxicodendron benötigen, sind innerlich wie äußerlich verspannt und angespannt. Sie haben ein starkes Bedürfnis nach Bewegung, sind unruhig und möchten immer etwas zu tun haben. Sie können nicht einfach mal gemütlich dasitzen und nichts tun. Am liebsten gehen sie raus, um sich zu bewegen oder zu joggen.

Akute Gelenkschmerzen treten hier als Folge von Durchnässung oder Frieren bei Nässe auf, nach Anstrengung und Überhebung oder nach Frieren und gleichzeitigem Schwitzen.  Das Steifheitsgefühl in den Gelenken ist vorherrschend. Die betroffenen Partien fühlen sich an, als ob etwas auseinandergerissen würde. Der Betroffene ist ruhelos und hat ein starkes Verlangen, sich zu bewegen. Dabei verschlechtert anfängliche Bewegung den Schmerz, fortgesetzte und mäßige Bewegung erleichtert die Schmerzen und zuviel Bewegung wiederum ruft Schmerzen hervor.

Lokale Wärme, heiß Baden oder Duschen erleichtert die Schmerzen.





Apis (Honigbiene)

In einen Apiszustand gerät man oft nach Kummer (z.B. nach Verlust eines geliebten Menschen). Der Apismensch ist arbeitswütig und ein vorherrschendes Symptom im emotionalen Bereich ist die Eifersucht und oder das Konkurrenzdenken. Apismenschen sind sehr geschäftig, doch dabei sind sie ungeschickt, zerbrechen Dinge und lassen Dinge fallen.

Die Gelenkentzündungen von Apis entwickeln sich sehr schnell, dabei sind die starken Schwellungen ödematös und blassrot. Die Schmerzen haben einen stechenden und/oder brennenden Charakter (wie bei Bienenstichen). Die Schmerzen werden durch lokale Kälteanwendungen erleichtert und werden schlimmer durch Wärme und Berührung.


Pulsatilla (Küchenschelle)

Pulsatilla ist überwiegend ein Frauenmittel, kann aber auch bei Männern angewendet werden. Menschen, denen dieses Mittel hilft, zeigen eine Wechselhaftigkeit sowohl im Gemütsbereich, als auch bei anderen Symptomen. Die Stimmung ist sehr veränderlich, die Standpunkte oder Interessen ändern sich ständig. Unentschlossenheit und Weinerlichkeit sind weitere Schlagwörter, die den emotionalen Zustand charakterisieren. Menschen, die dieses Mittel benötigen, möchten am liebsten mit anderen Menschen zusammen sein, da es ihnen alleine schlechter geht und weil sie sehr mitteilsam sind.


Die Gelenke sind geschwollen, rot und heiß. Eine mögliche Ursache kann Durchnässung sein, insb. der Füße.  Der Schmerzcharakter ist unterschiedlich: mal ziehend, mal spannend, mal einschiessend, etc. Typisch ist, dass die Schmerzen wandern, also ständig den Ort wechseln. Die Schmerzen werden durch kühle Anwendungen und gleichmäßige Bewegung (am besten im Freien) erleichtert. Wärme und Ruhe verschlimmern die Schmerzen. Insgesamt geht es diesen Menschen besser bei kühler und frischer Luft. Sie haben gerne das Fenster geöffnet, bzw. sind gerne draußen.



Ledum (Sumpfporst)

Menschen, denen dieses Mittel hilft, sind eher mürrisch und übel gelaunt. Sie sind gerne alleine und meiden Gesellschaft. Sie trinken gerne Alkohol und hier ist Rheumatismus nach Alkoholismus typisch.

Der Rheumatismus beginnt an den Füssen und wandert nach oben. Auffällig ist, dass Ledum-Menschen sehr frostig oder verfroren sind und dennoch Wärme, insb. Bettwärme schlecht vertragen. Sie können auch den Druck der Bettdecke oder von sonstigen Dingen nicht vertragen.  Sie strecken die betroffenen Teile aus dem Bett. Die Gelenkschmerzen werden durch kalte, am besten eiskalte Anwendungen erleichtert. Ganz typisch ist, dass die Gelenke bei Bewegung knacken. Der Schmerzcharakter ist v.a. reißend.                                 


e)    Bowtech

Auch durch Körpertherapie kann der Organismus wieder in Fluss kommen. Ich praktiziere eine sanfte, effektive und dynamische Bindegewebe – und Muskeltechnik nach Tom Bowen (Bowtech). Bestimmte Punkte am Körper werden mit dieser speziellen Technik behandelt. So können sich Verspannungen lösen, der Energiefluss, die Selbstheilung und die Entgiftung werden angeregt. Der Körper kommt in die Entspannung. Auch emotionale Blockaden können so gelöst werden. Schmerzen werden gelindert und das Nervensystem wird beruhigt.




f)    Unterstützende Maßnahmen

Ernährung

Grundsätzlich kann man sagen, dass wir uns vital – und ballaststoffreich ernähren sollten. D.h. wir sollte „frische Nahrungsmittel“ zu uns nehmen und nicht denaturierte aus der Konserve oder aus dem Tiefkühlfach.

Denaturierte Nahrung ist unverdaulich und säurebildend und belastet den Organismus. Dazu gehören chemische Zusatzstoffe, säurebildende Getränke (Coca-Cola, Alkohol, etc.), Genussgifte wie Koffein, Schwarztee und Nikotin sowie Medikamente.


Durch denaturierte Lebensmittel werden außerdem die meisten Enzyme und Vitamine, die für einen ausgewogenen Stoffwechsel notwendig sind, ganz oder teilweise zerstört.  

Für eine Gesunderhaltung oder Gesundwerdung muss die Ernährung aber so ausgewählt und zusammengestellt sein, dass wenig Rückstände und Abfallstoffe im Körper zurückbleiben und die Ausscheidungsorgane wie Leber und Nieren nicht überlastet werden. Dies geschieht am besten mit einer überwiegend frischen, vitalstoffreichen, vegetarischen und vorwiegend basenbildenden Ernährung aus Obst, Gemüse, Salaten, Sprossen, Keimlingen. Diese haben ausreichend Enzyme, Vitamine und Mineralstoffe, sind stark wasserhaltig und fördern so die Ausscheidung.

Erhitzte tierische Fette und erhitztes tierisches Eiweiß belasten ebenfalls den Organismus. Besonders schwer verdaulich ist erhitzter Käse, wie z.B. auf Pizza, Gratin und auf allen überbackenen Gerichten.

Es gibt Lebensmittel, die in unserem Organismus säurebildend, bzw. basenbildend wirken. Als Maßzahl für den sauren oder basischen Charakter einer Lösung dient der pH-Wert. Ein pH-Wert von 7 steht für eine neutrale Lösung, niedrigere Werte bedeuten, dass die Lösung zunehmend saurer, höhere Werte, dass die Lösung zunehmend basischer ist.

Mit säurebildend, bzw. basenbildend wird die Wirkung der Nahrung bezeichnet, die sie nach der Verdauung im Körper hervorruft.

Viele säurebildende Nahrungsmittel schmecken nicht sauer, sondern süss, werden im Körper jedoch zu Säure. Alle mit Zucker und Süßstoffen angereicherten Nahrungsmittel und Getränke sind stark säurebildend. Dies gilt auch für Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier, erhitzte Fette, Sauermilchprodukte, Käse, die meisten Getreide (wenn sie nicht gekeimt sind), Brot – und Teigwaren (insb. aus Weißmehl), chemische Zusatzstoffe und synthetische Arzneimittel.

Einteilung der Lebensmittelgruppen in Basen- und Säurebildner:

Stark säurebildend sind:
Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker, Süßigkeiten, Weißmehlprodukte, Alkohol, Kaffee, schwarzer Tee.


Schwach säurebildend sind:
Quark, Sahne, Vollkornprodukte, Nüsse.

Schwach basenbildend sind:
Milch, Trockenobst, Hülsenfrüchte, Pilze.

Stark basenbildend sind:
Blattsalate, Gemüse, Obst, Kartoffeln.

Die ideale Ernährung besteht aus 80% basenbildenden Lebensmitteln und aus 20% säurebildenden Lebensmitteln.


Gebisssanierung

Es gibt zahlreiche Beispiele von Rheumatikern, die nach einer gründlichen Gebisssanierung eine starke Erleichterung ihrer Beschwerden feststellten!
Tote Zähne, auch wenn wurzelbehandelt, sind permanente Entzündungsherde im Körper. Sie belasten das Immunsystem und können ursächlich für überschießende Immunreaktionen sein.

Auch Amalgamfüllungen stellen eine Belastung für den Organismus und das Immunsystem dar. Auch sie sollten saniert werden. Das beste oder belastungsfreieste Zahnmaterial ist Zirkoneum-Keramik.

Auch chronische Entzündungen im Bereich der Mandeln und Nebenhöhlen sollten beseitigt werden (z.B. durch Homöopathie). Fehlstellungen von Gelenken sollten korrigiert werden.


Entgiftung und Entsäuerung

Ein anderer naturheilkundlicher Ansatz besagt, dass bei Rheuma sog. Stoffwechselschlacken oder Säure im Bindegewebe abgelagert werden, weil v.a. die Leber, die maßgeblich am Stoffwechsel, also am Abbau und an der Umwandlung von Lebensmitteln beteiligt ist, und die Nieren, die für die Ausscheidung zuständig sind, nicht richtig funktionieren. Funktionieren die Stoffwechselprozesse nicht optimal, sind die Abbau – und Entgiftungsprozesse in unserem Körper im Ungleichgewicht. Abfallstoffe aus Gewebe und Blut wie Milch – und Harnsäure sowie Umweltgift werden nicht ausreichend abgebaut, sondern werden im Bindegewebe, in den Wirbeln und Gelenken eingelagert.

Es gilt, Leber und Nieren anzuregen, bzw. zu unterstützen, damit Säure und  Stoffwechselschlacken besser ausgeschieden werden können.


Ein möglicher Tee zur Leberanregung, Entsäuerung, Entwässerung und Schmerzlinderung könnte folgendermaßen aussehen:

15 g Bohnenschalen
15 g Weidenrinde
10 g Birkenblätter
15 g Zinnkraut
15 g Holunderblüten
25 g Löwenzahnwurzel mit –kraut
15 g Brombeerblätter
10 g Engelwurz

Alle Teile mischen und morgens, mittags und abends ca. 30 Minuten vor dem Essen 1 Tasse trinken!

Zubereitung:

Einen flach gehäuften Teelöffel in eine Tasse geben, mit kochendem Wasser übergießen und abgedeckt 20 Min. ziehen lassen!

Nicht länger als 6 Wochen denselben Tee trinken!

Im Frühjahr sind die in der Natur wachsenden Kräuter am wirksamsten, bzw. entgiftendsten. Sie enthalten während dieser Jahreszeit sehr viele Bitterstoffe, bzw. Mineralstoffe.

Tipp:
Machen Sie im Frühjahr Kräuterwanderungen und sammeln Sie jungen Löwenzahn oder junge Brennnesseln und machen Sie davon Salat und/oder Spinat! Bitte legen Sie die Blätter vorher in Salz – bzw. Essigwasser ein!


Walther Schoenenberger, Pionier der Frischpflanzensafttherapie, empfiehlt bei „Rheumatismus“ Frischpflanzensäfte aus

Birkensaft (harnsäureausscheidend, entzündungshemmend)
Brennnesselsaft (Stoffwechselaktivierung) und
Wachholder-Extrakt (reinigend und ausscheidend)

Schoenenberger Frischpflanzensäfte gibt es in jedem Reformhaus!



Frische Gemüsesäfte

Dr. Norman W. Walker, ein Frischsafttherapeut aus den USA, der 116 Jahre alt wurde, empfiehlt zur Entgiftung frische selbstgepresste Gemüsesäfte!

Möhrensaft kann kombiniert werden mit Gurkensaft, Selleriesaft und Rote Beete-Saft. Werden solche frischen Gemüsesäfte täglich getrunken, wirken auch sie stark entgiftend und fördern die Ausscheidung.

Überhaupt sollten Sie darauf achten, dass Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen! Mit Flüssigkeit ist insb. Wasser gemeint! Trinken Sie täglich ca. 2,5 Liter, damit Ihre Nieren optimal funktionieren, bzw. ausscheiden können!


Reistag

Legen Sie über einen Zeitraum von mehreren Wochen jeweils einen Reistag pro Woche ein! Essen Sie an diesem Tag ausschließlich ohne Salz gekochten Vollreis (ca. 200g). Zur Geschmacksverbesserung können Sie 3 bis 4 Äpfel (geschält oder ungeschält, in Stückchen geschnitten) mitkochen. Essen Sie davon 3 x täglich eine Portion! Dies hilft dem Körper, zu entwässern und zu entgiften.

Darmsanierung

Wenn Sie die oben empfohlenen Ernährungshinweise beachten, bedeutet dies eine riesige Entlastung für Ihren Darm! Durch die vielen, im Darm vorhandenen Lymphknoten, sitzen im Darm 80% des Immunsystems! Ist der Darm überlastet, reagiert das Immunsystem entsprechend: entweder überschießend (Allergien) oder es arbeitet nicht mehr ausreichend (erhöhte Infektanfälligkeit, Schwäche, etc.).

Auch bei Rheuma wurden positive Effekte durch eine Darmsanierung festgestellt. Spezielle Algenpräparate z.B. unterstützen eine solche Darmsanierung in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung und Lebensweise.

Qi-Gong
Sanfte und effektive Körperübungen. Qi-Gong ist Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin.  


von Monika Müller-Amenitsch, Heilpraktikerin, Kosleckweg 6, 12109 Berlin, Tel. 030-70131057, www.natural-homeopathic.de

Bitte beachten Sie, dass Beratungen und Behandlungen kostenpflichtig sind (siehe "Behandlungskosten"). Arzneimittelverschreibungen können nur auf der Grundlage von Behandlungen bzw. Anamnesegesprächen erfolgen.

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