Entgiftung der Leber mit Löwenzahn in Berlin

Suchen Sie nach einer Anregung für Ihren Stoffwechsel? Löwenzahn (Taraxacum officinale; Familie: Korbblütler) wird erst ab dem 16. Jahrhundert in Kräuterbüchern erwähnt. Nach Storl gedeihen Erdbeeren besonders gut neben einigen Löwenzahnpflanzen, vielleicht weil der Löwenzahn geringe Mengen an Äthylengas abgibt. Mit den jungen im Frühling sprießenden Löwenzahnblättern kann man Frühjahrsmüdigkeit besiegen, da die enthaltenen Bitterstoffe die Ausscheidung und somit die Entgiftung über Nieren und Darm anregen. Durch Bitterstoffe werden die Bauchorgane wie Leber, Magen, Bauchspeicheldrüse, Darm stärker durchblutet und somit wird die Verdauung angeregt. 

Wem der Geschmack des Löwenzahns zu bitter ist, kann die Blätter ein paar Stunden vor der Verwendung in Salzwasser einlegen.

Löwenzahn und seine Wirkung

Der Löwenzahn hat eine stark harntreibende Wirkung, im Volksmund wird er deswegen u.a. Bettseicher, Bettpisser, usw. genannt. Im Französischen heißt er Pissenlit (= Ins Bett urinieren). Ein Tee oder Presssaft aus den Wurzeln, Blättern und Blüten ist ein Blutreiniger, denn überschüssige Harnsäure wird aus dem Blut ausgeschwemmt. In der Phytotherapie wird der Tee bei Neigung zu Nieren – und Gallensteinbildung verschrieben. Obwohl der Tee harntreibend wirkt, braucht man keinen Kaliumverlust im Körper befürchten, da Löwenzahn sehr viel Kalium enthält. Wegen seiner entschlackenden Wirkung ist er auch ein guter Hautreiniger bei z.B. Pickeln.

Die Wurzeln des Löwenzahns sind sehr inulinhaltig und deswegen für Diabetiker geeignet. Inulin ist ein stärkehaltiges Polysaccharid (Mehrfachzucker), das nicht aus Glukose (Monosaccharid oder Einfachzucker), sondern aus Fruktose – (= Fruchtzucker)-Molekülen zusammengesetzt ist. Für Diabetiker ist dieses Kohlenhydrat gut verträglich. Die Sammelzeit für die Wurzeln ist im Herbst, da diese zu dieser Jahreszeit weniger bitter sind.

Im Ayurveda wendet man den Löwenzahn zur Entgiftung an, wenn zuviel Pitta (=inneres Feuer, zu viel Galle) und zu viel Ama (Bitterkeit) im Körper vorhanden sind. Aufgrund der Bitterstoffe hat die Pflanze eine starke Wirkung auf die Leber. Löwenzahntinkturen und – tees eignen sich bei Hepatitis und reduzieren Cholesterin. Wenn man abnehmen möchte, kann er unterstützend angewendet werden, da er den Leberstoffwechsel anregt. (Auch grüne Smoothies mit Löwenzahn oder anderen Wildkräutern, wie z.B. Giersch, eignen sich sehr gut zum Abnehmen!). Wegen des hohen Gehalts an Cholin hat der Löwenzahn eine starke Wirkung auf die Galle. Cholin wirkt galletreibend und fettzerlegend.

Wirkungsweise, Kurzübersicht:
Verdauungsanregend, galletreibend, harntreibend, blutdrucksenkend, stoffwechselanregend, blutreinigend.

Verwendung bei:
Leber-Galle-Leiden, Blähungen, Nierenschwäche, Bluthochdruck, Gicht, Rheuma, erhöhte Cholesterinwerte, Hämorrhoiden (da er das Pfortadersystem anregt).

Anwendung in der Homöopathie:
Lebererkrankungen in Verbindung mit depressiv-reizbarer Stimmung mit Landkartenzunge (weiße Platten auf rotem Grund), stechenden oder dumpf-ziehenden rheumatoiden Schmerzen am ganzen Körper und Übelkeit wie nach Überladung des Magens mit fetten Speisen.

Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe wie Taraxinsäureverbindungen, relativ hoher Anteil an Kalium-Salzen, Vitamine A, B2, C, Inulin (= Polysaccharid aus D-Fruktose; ein pflanzliches Reservekohlenhydrat, das zur Herstellung von Brot für Diabetiker verwendet wird. Ein Polysaccharid ist ein Vielfachzucker, das aus zahlreichen Molekülen einfacher Zucker aufgebaut ist).

Sammelzeit:
Blätter: April/Mai
Wurzeln: September/November

Monika Müller-Amenitsch, Heilpraktikerin, MSc Integrated Healthcare, Berlin-Tempelhof

Bitte beachten Sie, dass Beratungen und Behandlungen kostenpflichtig sind (siehe "Behandlungskosten"). Arzneimittelverschreibungen können nur auf der Grundlage von Behandlungen bzw. Anamnesegesprächen erfolgen.